Ringgrößen Guide
Das Thema Ringgrößen ist deutlich komplexer, als viele zunächst denken.
Und gleichzeitig möchten wir direkt etwas Druck rausnehmen: Die perfekte Ringgröße sofort millimetergenau zu kennen, ist in den meisten Fällen weder realistisch noch notwendig.
Viel wichtiger ist die Frage, ob ein Ring später unkompliziert angepasst werden kann.
Deshalb empfehlen und fertigen wir bei InJewels bevorzugt Eheringe und Verlobungsringe, die sich langfristig gut größenändern lassen. Denn in der Realität verändert sich die Ringgröße bei vielen Menschen im Laufe der Zeit, manchmal schon nach wenigen Wochen oder Monaten, manchmal erst nach Jahren.
Wenn ein Ring gut gefertigt ist und das Design dafür geeignet ist, lassen sich Größenänderungen meist unkompliziert, schnell und vergleichsweise kostengünstig durchführen, oft sogar bei anderen Goldschmieden, falls man später nicht mehr in Berlin lebt.
Anders sieht es bei sehr komplexen Ringdesigns, bestimmten Steinbesätzen oder Ringen aus, die konstruktiv kaum veränderbar sind. In solchen Fällen besprechen wir das vorher sehr offen und nehmen uns besonders viel Zeit für die exakte Größenfindung.
Wie misst man die Ringgröße richtig?
Es gibt viele Möglichkeiten, Ringgrößen zu ermitteln:
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Ringmaßbänder
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Ringgrößen-Apps
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vorhandene Ringe
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Ringriegel
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professionelle Messringe beim Goldschmied
Die genauesten Ergebnisse entstehen meist mit einem gut passenden vorhandenen Ring oder direkt bei einer professionellen Messung.
Wichtig ist dabei vor allem, dass dieselben Messsysteme verwendet werden. Unterschiedliche Länder und Systeme arbeiten teilweise mit unterschiedlichen Größenangaben. Deshalb sollte die Ringgröße möglichst immer mit dem System abgeglichen werden, mit dem später auch gefertigt wird.
Rechte oder linke Hand?
Auch das ist wichtig.
Der Ringfinger der rechten und linken Hand hat bei vielen Menschen unterschiedliche Größen.
Wer Eheringe trägt, sollte deshalb möglichst genau an dem Finger messen, an dem der Ring später tatsächlich getragen wird. In vielen Fällen unterscheidet sich die Ringgröße bereits um eine halbe bis ganze Größe zwischen rechter und linker Hand.
Die gefühlte Ringgröße
Ein ganz wichtiger Punkt in unserer Beratung ist die sogenannte „gefühlte Ringgröße“.
Denn zwei Ringe können exakt dieselbe Ringgröße besitzen und sich trotzdem komplett unterschiedlich anfühlen.
Das liegt unter anderem an:
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Ringbreite
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Ringprofil
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Materialstärke
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Innenform
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Design
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Steinbesatz
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Gewicht
Ein breiter Ring sitzt beispielsweise enger als ein schmaler Ring mit derselben Größe, weil er mehr Kontaktfläche am Finger hat und weniger flexibel über den Knöchel gleitet.
Deshalb funktioniert die Ringgröße nie komplett unabhängig vom späteren Ringdesign.
Ringprofile & Fingerformen
Auch die eigene Fingerform beeinflusst die ideale Ringgröße.
Manche Menschen haben ausgeprägtere Knöchel, andere breitere Fingerbasen oder weichere Übergänge. Dadurch verändert sich, wie ein Ring sitzen sollte.
Bei ausgeprägteren Knöcheln dient der Knöchel oft als natürlicher „Stopper“. Der Ring darf dann möglichst eng sitzen, solange er angenehm über den Knöchel gleitet.
Bei Fingern mit schmaleren Knöcheln und breiterer Fingerbasis muss oft stärker darauf geachtet werden, dass der Ring nicht zu locker sitzt, damit er nicht leichter verloren geht.
Auch das Ringprofil spielt dabei eine große Rolle. Manche Profile wirken innen stärker bombiert und tragen sich dadurch angenehmer oder optisch harmonischer auf bestimmten Händen.
Tagesform & Temperatur
Die Finger verändern sich ständig.
Temperatur, Sport, Stress, Wasserhaushalt, Hitze, Kälte oder Tageszeit beeinflussen die Ringgröße teilweise deutlich. Deshalb messen wir Ringgrößen bei längeren Beratungsprozessen oft mehrfach an unterschiedlichen Tagen.
Ein extremer Fall aus unserer Beratung war eine Kundin, deren Finger sich innerhalb eines einzigen Beratungstermins um mehrere Ringgrößen verändert haben.
Das klingt ungewöhnlich, zeigt aber sehr gut, warum Ringgrößen nie komplett statisch sind.
Unsere Empfehlung
Die wichtigste Regel lautet deshalb:
Ein Ring sollte sicher sitzen und nicht zu leicht vom Finger rutschen.
Gerade bei Eheringen ist es meist besser, einen Ring minimal enger zu wählen und später leicht anzupassen, statt einen zu lockeren Ring zu riskieren.
Denn der häufigste und schmerzhafteste Fehler ist nicht ein etwas enger Ring, sondern ein verlorener Ring.
Deshalb begleiten wir unsere Kund:innen Schritt für Schritt bei der Größenfindung und gleichen Ringgröße, Ringdesign, Profil und Traggefühl gemeinsam miteinander ab.
Und selbst wenn am Anfang noch Unsicherheit besteht: Das ist vollkommen normal. Genau dafür ist die Beratung da.